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Schatten

Krebs - heute oft heilbar

Diagnose Krebs - wenn man das erfährt, glaubt man zuerst einmal, der Boden wird einem unter den Füßen weggezogen. Wer rechnet schon damit, dass er plötzlich schwer krank ist, ja dass sein Leben durch diese Krankheit bedroht ist? Von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Du hast auf einmal eine andere Perspektive und weißt anfangs vielleicht gar nicht, wie du damit umgehen sollst.

Als ich im August 2005 die Diagnose Darmkrebs erhielt - was von den Ärzten auch ziemlich unprofessionell übermittelt wurde - ging es mir genauso. Was sollte jetzt werden, wie wird es weitergehen? Eines war bald klar: der Stress mußte weniger werden. Und das Hauptziel meines Lebens für die nächste Zeit war: die Gesundheit wieder herstellen. Mehr Zeit für die Familie haben. Die Prioritäten anders reihen.

Wichtig ist nach der Diagnose auch, dass man nichts überstürzt. Denk einmal nach, wenn dir die Ärzte die Diagnose mitteilen, dann schätzen sie auch das Alter des Tumors. Bei mir meinten sie 3-4 Jahre. Da kannst du dir dann ausrechnen, dass es jetzt auf eine Woche auf oder ab nicht ankommt, so rasch wächst der Tumor da wohl nicht. Bei aggressiven Varianten kann es schon sein, dass rasch gehandelt werden muss. Aber wichtig ist, dass du dich über deine Krankheit informierst. Erste Anlaufstelle dafür ist die Krebshilfe, die kompetent berät, die besten Ärzte und Krankenhäuser kennt und die auch deine Angehörigen in dieser schwierigen Zeit berät und psychisch unterstützt. Lass dich nicht in irgend einem kleinen Krankenhaus operieren, wo sie vielleicht zu wenig Erfahrung haben! Die Chemotherapie machen sowieso nur wenige Krankenhäuser, bei uns in der Steiermark vorrangig das LKH Graz (Onkologie Graz), sowie das LKH Fürstenfeld, Radiotherapie (Bestrahlung) gibt es nur im LKH Graz - Universitätsklinik für Strahlentherapie - Radioonkologie.

Zu Krebserkrankungen gibt es viele Homepages im Internet, für Darmkrebs ist die beste Informationsquelle die Seite der Felix Burda Stiftung - www.darmkrebs.de, dort gibt es auch ein Forum, in dem man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann.

Wichtig ist: positiv denken - das Lebensziel auf die Heilung ausrichten, Ärzte und Medikamente sind unsere Freunde, Strahlenkanonen und Apparate dienen uns zur Heilung, auch wenn der Weg dahin oft lang scheint! Beten unterstützt den Heilungsprozess (das ist auch wissenschaftlich erwiesen: Glaube hilft heilen!) - vertrau auf Gott. Wenn du keinen Ansprechpartner dafür hast, findest du Informationen z.B. auf der Homepage der Kath. Kirche Steiermark oder der Evang. Kirche Steiermark, bzw. auf den Österreich-Seiten: www.katholisch.at - www.evang.at

Und wenn du einfach einmal Erfahrungen mit mir austauschen willst, dann schreib mir ein E-Mail.

11.7.2007: Die Nachsorgeuntersuchung war wieder OK. Das Taubheitsgefühl der Füße (Nachwirkung der Chemotherapie) sollte besser werden, dauert aber lange.

10.10.2007: Bei der Nachsorgeuntersuchung wurde Leukämie festgestellt. Siehe dazu meinen Weblog.

Jan. 2008: Ein Lebertumor als Rezidiv des Darmkrebs wurde gefunden.

April 2008: Der Lebertumor wurde erfolgreich operiert.

Mai 2008: Ich bekomme eine Knochenmarktransplantation.

Der aktuelle Stand ist immer in meinem Weblog.

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